Wenn du JamKazam benutzt, ist es entscheidend, dass du jede "Direct Monitoring"-Funktion ausschaltest, die dein Audio-Interface hat. Schauen wir uns an, was das bedeutet. Direct Monitoring ist eine Funktion, die das Audiosignal, das von einem Instrument oder Mikrofon an den Eingangsanschlüssen des Audio-Interfaces ankommt, ganz einfach direkt von den Eingängen des Interfaces zurück in deine Kopfhörer schickt, ohne dass es überhaupt durch deinen Computer oder die JamKazam-App läuft und verarbeitet wird. Du bekommst also dein eigenes Audio mit null Latenz in die Kopfhörer zurück, aber diese Funktion macht dir deine JamKazam-Sessions komplett kaputt. 


Wenn Direct Monitoring voll aufgedreht ist, hörst du niemanden sonst in deiner Session - weil du gar kein Audio von der JamKazam-App bekommst. Wenn Direct Monitoring teilweise aktiv ist, hörst du die anderen vielleicht ein bisschen, aber ihre Lautstärke im Session-Mix ist zu niedrig, und wenn du sie im Session-Mix zum Ausgleich hochdrehst, verursacht das andere Probleme.


Es ist sehr wichtig, jede Direct-Monitoring-Funktion deines Audio-Interfaces immer komplett ausgeschaltet zu lassen. Verschiedene Audio-Interfaces setzen Direct Monitoring auf verschiedene Weise um. Unten zeigen wir ein paar Beispiele. Wenn du ein anderes Audio-Interface besitzt, solltest du anhand dieser konkreten Beispiele das Prinzip verstehen und es auf dein Interface übertragen können.



Behringer UMC202HD - Bei diesem Audio-Interface ist Direct Monitoring eine Taste (unten abgebildet, mit Pfeil). Wenn die Taste eingedrückt ist, ist Direct Monitoring am Interface aktiviert. Wenn du also dieses Interface benutzt, achte darauf, dass diese Taste draußen ist, nicht drinnen.


Behringer UMC204HD - Bei diesem Audio-Interface ist Direct Monitoring ein Drehregler (unten abgebildet, mit Pfeil). Wenn der Regler nach links gedreht ist (zur Beschriftung "IN"), ist Direct Monitoring aktiviert (du hörst also ausschließlich deine eigenen Eingänge). Wenn der Regler nach rechts gedreht ist (zur Beschriftung "PB" für Playback), ist Direct Monitoring deaktiviert (du hörst also das Audio, das die JamKazam-App auf deinem Computer erzeugt, und das enthält dein eigenes Audio plus das Audio der anderen Musiker in deiner Session). Wenn du also dieses Interface benutzt, achte darauf, diesen Regler ganz nach rechts zu drehen, so weit es geht.


Focusrite Scarlett Solo - Bei diesem Audio-Interface ist Direct Monitoring eine Taste (unten abgebildet, mit Pfeil). Wenn du die Taste drückst und der Schriftzug "Direct Monitor" über der Taste grün aufleuchtet, ist Direct Monitoring am Interface aktiviert. Wenn du die Taste noch einmal drückst, geht das grüne Licht an der Beschriftung "Direct Monitor" aus, und Direct Monitoring ist am Interface deaktiviert. Wenn du also dieses Interface benutzt, achte darauf, dass das grüne Licht am Schriftzug Direct Monitor aus ist.


Focusrite Scarlett 2i2 - Bei diesem Audio-Interface ist Direct Monitoring eine Taste (unten abgebildet, mit Pfeil). Wenn du die Taste drückst und der einzelne Kreis unter der Beschriftung "Direct Monitor" grün aufleuchtet, ist Direct Monitoring am Interface aktiviert. Wenn du die Taste noch einmal drückst, leuchtet der Doppelkreis unter der Beschriftung "Direct Monitor" grün, und das heißt, Direct Monitoring ist am Interface aktiviert, aber dein Audio-Interface mischt das Direct Monitoring mit dem Audio vom Computer. Um es klar zu sagen: Auch diese Option willst du nicht. Wenn du die Taste noch einmal drückst, gehen die grünen Lichter von Einzel- und Doppelkreis aus, und Direct Monitoring ist am Interface deaktiviert. Wenn du also dieses Interface benutzt, achte darauf, dass beide Kreislichter aus sind.

MOTU M2 - Bei diesem Audio-Interface ist Direct Monitoring eine Taste an jedem Eingangsanschluss (unten abgebildet, mit Pfeilen). Wenn du eine der beiden Tasten "MON" drückst, leuchtet der Schriftzug MON auf, und Direct Monitoring ist für diesen Eingangsanschluss des Interfaces aktiviert. Wenn du die Taste noch einmal drückst, geht das MON-Licht aus, und Direct Monitoring ist für diesen Eingangsanschluss des Interfaces deaktiviert. Wenn du also dieses Interface benutzt, achte darauf, dass die MON-Lichter an beiden Eingangsanschlüssen aus sind. 



Steinberg UR22C - Bei diesem Audio-Interface ist Direct Monitoring ein Drehregler (unten abgebildet, mit Pfeil). Wenn der Regler nach links gedreht ist (zur Beschriftung "INPUT"), ist Direct Monitoring aktiviert (du hörst also ausschließlich deine eigenen Eingänge). Wenn der Regler nach rechts gedreht ist (zur Beschriftung "DAW"), ist Direct Monitoring deaktiviert (du hörst also das Audio, das die Digital Audio Workstation erzeugt - sprich die JamKazam-App auf deinem Computer -, und das enthält dein eigenes Audio plus das Audio der anderen Musiker in deiner Session). Wenn du also dieses Interface benutzt, achte darauf, diesen Regler ganz nach rechts in Richtung DAW zu drehen, so weit es geht.


Presonus Audiobox USB 96 - Bei diesem Audio-Interface ist Direct Monitoring ein Drehregler (unten abgebildet, mit Pfeil). Wenn der Regler nach links gedreht ist (zur Beschriftung "Inputs"), ist Direct Monitoring aktiviert (du hörst also ausschließlich deine eigenen Eingänge). Wenn der Regler nach rechts gedreht ist (zur Beschriftung "Playback"), ist Direct Monitoring deaktiviert (du hörst also das Audio, das die JamKazam-App auf deinem Computer erzeugt, und das enthält dein eigenes Audio plus das Audio der anderen Musiker in deiner Session). Wenn du also dieses Interface benutzt, achte darauf, diesen Regler ganz nach rechts in Richtung Playback zu drehen, so weit es geht.


Noch einmal: Wenn du ein anderes Audio-Interface besitzt, kannst du hoffentlich anhand der Direct-Monitoring-Funktion der paar oben gezeigten Audio-Interfaces herausfinden, wie du Direct Monitoring an deinem eigenen Audio-Interface ausschaltest.